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Vortrag Dr. Helmut Schuster

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Dr. Helmut Schuster: “BP ein Jahr nach Deepwater Horizon”

In Kooperation mit BP lud die Österreichisch-Britische Gesellschaft am 26. Mai 2011 in den k47 keyclub vienna, wo der weltweite Personalchef aus dem BP Headquarter über die Krise nach dem Ölunfall, deren Bewältigung und die Neuausrichtung des Konzerns sprach. Dr. Helmut Schuster (50), war Anfang des Jahres zum Human Resources Director der BP Group ernannt worden, und hat damit die hochrangigste Position inne, die ein Österreicher im Konzern je erreicht hat.

BP hat sich für das Unglück im Golf von Mexiko entschuldigt, dessen Ursachen in einer komplexen Abfolge aus technischem Versagen, menschlicher Fehleinschätzung, Konstruktions- und Prozessfehlern sowie Kommunkationsmängeln lagen. Schrittweise und systematisch will BP das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnen. Bob Dudley, der neue CEO von BP, hat dafür das Motto und die Tonalität der Kommunikation gesetzt: “Humility”. Wie kann ein Weltkonzern diese neue Bescheidenheit leben? Indem sich das Management in seiner Rethorik zurücknimmt, jeder bei BP zurückhaltend agiert und Gesamtinteresse vor Eigeninteresse stellt. Ebenso muss das Bemühen um Sicherheit im Herzen des Unternehmens angesiedelt sein. Ein Umdenkprozess ist im Gange, mit dem BP neue Schwerpunkte setzt und den Konzern nachhaltig verändert.

Besonders interessant für die Human Resources Spezialisten unter den Gästen, skizzierte Schuster die Anforderungen von BP an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie werden auf Basis rigoroser Auswahlprozesse rekrutiert. Neben dem Fachwissen wird viel Wert auf Social Skills gelegt. Jeder Mitarbeiter wird nicht nur nach der kurzfristigen Zielerreichung beurteilt und vergütet, sondern ebenso nach der langfristigen Leistung im Hinblick auf die Zukunftssicherung des Unternehmens. Nach wie vor gibt es keinen Mangel an jungen Leuten, die für BP arbeiten wollen, sagte Schuster. Sie würden respektieren, wie BP mit der Krise umgegangen ist und daraus gelernt hat. Auch selbstkritische Töne kommen durch: “Wir waren nie gut in Employer Branding. Tatsächlich ist das Produkt besser als die Verpackung.” Verbesserungspotenzial, dessen sich der neue Personalchef annehmen wird.

Abschließend nannte er drei Gründe, weshalb sich seiner Meinung nach neue Bewerber für einen Job bei BP interessieren: “Erstens: Die Welt hängt noch lange von Öl und Gas ab. Zweitens: BP ist dabei sich zu verändern und noch verantwortungsbewusster mit den Ressourcen umzugehen. Drittens: BP steckt jede Menge Forschung und Technologie in erneuerbare Energien.”

Autor: Monika Matausch