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Die Geheimwaffen Ihrer Majestät

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Der BREXIT verfolgt uns wie ein schlechter Geruch.

Als diese Woche Prinz William, die Nummer zwei der britischen Thronfolge, mit Ehefrau Kate und den Kindern George und Charlotte nach Polen und Deutschland reiste, war das viel mehr als eine freundliche Aufwartung mit Gelegenheiten für schöne Fotos. Es war eine diplomatische Mission. Der Besuch fand auf ausdrücklichen Wunsch des britischen Außenministeriums statt, und dort wusste man besser als irgendwo sonst auf der Insel, dass es um das Ansehen des Vereinigten Königreichs auf dem Kontinent gerade nicht zum Besten bestellt sei.

Ursprünglich sollten Prinz William und seine Frau Herzogin Kate ohne ihre Kinder Polen und Deutschland besuchen. Doch dann entschieden sich die Royals kurzfristig anders. „Unser“ Prinz George und Prinzessin Charlotte würden auch dabei sein, teilte der Kensington Palast mit.

Die beiden Kinder gelten als Geheimwaffen der Queen. Als George vor drei Jahren mit seinen Eltern nach Australien und Neuseeland reiste, wich die wachsende Monarchiemüdigkeit auf dem fünften Kontinent einem Hype um den herzigen Prinzen. George galt seitdem als „Republikanerschreck“. Nun erhoffte sich die britische Regierung einen ähnlichen Effekt bei den Verbündeten in Polen und Deutschland.

Am Freitag, dem 21. Juli, besuchten der Prinz und die Herzogin Hamburg. George und Charlotte jedoch verbrachten inzwischen die Zeit mit ihrem spanischen Kindermädchen Maria Borrallo beim britischen Botschafter in Berlin, wo sie die Rückkehr ihrer Eltern erwarteten.

Zu einem Abstecher nach Wien reichte die Zeit für die Royals leider nicht. Wie schade, denn am selben Tag feierte die Österreichisch-Britische Gesellschaft, wieder auf der grandiosen Terrasse des „Panoramaraumes“ im 14. Stock des Ersten Wiener Hochhauses direkt im Herzen der City, aus organisatorischen Gründen schon einen Tag vorher, den 4. Geburtstag des jungen Prinzen mit einer beeindruckenden Fete Blanche. Ob es George gefallen hätte?

Schwer zu sagen, er war ja nicht da. Unseren Mitgliedern gefiel es aber ganz gewiss, gab es doch nach der schon obligaten und wie immer äußerst launigen Begrüßung und Einleitung durch unseren Präsidenten Dr. Kurt Tiroch, sofort etwas Feines zu schnabulieren, courtesy Cafe Ministerium, und, in der Hitze sehr willkommen, Getränke aller Art! Auch einen weissgepressten Zweigelt, was mir als wichtig erscheint, zu erwähnen.

Die Höhepunkte dieser Fete Blanche waren, neben der Hüte, wieder einmal die musikalische Untermalung unseres einzigartigen Carl Avory zu dessen Musik nicht wenige ihre Tanzbeine schwangen und die Kreation des „Prince George Cuvee 2017“. Es jährte sich zum 5. Mal, dass sich unsere Mitglieder mit großem Eifer und Hingabe durch drei verschiedene erstklassige Rotweine des Starwinzers Willi Opitz durchkosten mussten, um eine „Prince George Cuvee“ zu kreieren. Ob die Cuvees, ergänzt durch diese fünfte Magnumflasche, ein einsames Dasein in einem dunklen Keller im Kensington Palast bis zur Großjährigkeit des kleinen George fristen werden müssen oder ob seine Eltern sie sich längst vergönnt haben, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wie dem auch sei: wir hatten Spaß. Wer diesmal nicht dabei war hat eine wirklich schöne Party verpasst.

 

Wolfgang Geißler