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ABS goes Ballooning

Nun war es doch so weit - am Samstag, 19.September trafen sich pünktlich um 16 Uhr genau 30 glückliche Mitglieder, die es auf die Gästeliste geschafft hatten, zum Ballonfahren. Erst einen Tag vorher konnten wir den Event definitiv zusagen, da sich die Wettervorhersagen zunehmend positiver gestalteten.Dem Erlebnis der besonderen Art und einem der letzten Abenteuer unserer Zeit, wie Ballonfahren umschrieben wird, stand nichts mehr im Wege.

Bei angenehmen Temperaturen, zeitweise Sonnenschein und wenigen Wolken wurden 3 riesige Heißluftballone auf einer Wiese neben dem Flugplatz Gneixendorf bei Krems aufgerichtet und sogleich von unseren Mitgliedern, manchen wohl auch mit einem mulmigen Gefühl, bestiegen. Und schon ging es los. Kaum merklich erhoben sich die voll gefüllten Körbe wie von Geisteshand und schwebten in die Höhe. In die Höhe? Ja, den meisten hätten schon ein paar hundert Meter gereicht - aber nichts da. Es ging bis auf 2500 Meter hoch, man stand Schulter an Schulter wie am heimatlichen Balkon - allerdings in schwindelerregender Höhe. Kühl wurde es auch da oben, dafür hatten wir einen unbeschreiblichen Rundumblick bis auf Wien auf der einen und Dürnstein und die Wachau auf der anderen Seite. Sogar das Atomkraftwerk Temelin im Norden konnten wir ganz deutlich erkennen. Bisweilen schwebten wir sogar über den Wolken beziehungsweise im wahrsten Sinne des Wortes auf "Wolke Sieben". Auf und ab ging es und dann bewunderten wir im Tiefflug - oder sollte es doch eigentlich richtigerweise "im Tieffahren" heißen - ein Naturschauspiel. Nur wenige hundert Meter über Grund fuhren wir im Zeitlupentrempo über die endlos weiten Weingärten um Langenlois, Rohrendorf und Senftenberg, um ständig aufgescheuchte Feldhasen, Rehe und Rebhühner zum Greifen nahe zu bewundern. Gott sei Dank hatten wir diesmal keinen Jäger dabei.Nur wenige Meter über die Hausdächer von "Haus im Felde" schwebend, allen Bewohnern auf deren Terrasse zuwinkend, setzten wir gleich danach auf einem Acker neben der "Kapelle", der im Ballonfahrerjargon ein "Misthaufen" war, ruhig und sicher auf. Die 90-minütige Ballonfahrt war zu Ende. Die männlichen Mitglieder packten beherzt beim Zusammenlegen und Verstauen des Ballons an, sodaß es schnell zurück zum Flughafen mit dem Begleitfahrzeug ging.

Zurück im Fly Restaurant am Flughafen machten wir es uns an diesem lauen Herbstabend auf der Terrasse bequem, genossen reichlich Getränke und das vorbestellte geschmackvolle Gulasch. Nach kurzen Begrüßungsworten, bedankte ich mich bei der Familie Flaggl und Ihrem Team für die sichere und professionelle Fahrt und ganz besonders bei Dr.Bernd Zierhut, dem Chef der Doppler Gruppe, der als ABS Corporate Member diesen Event sehr großzügig gesponsert hat. "Ehre, wem Ehre gebührt!"

Krönender Abschluß der ersten Ballonfahrt ist die "Ballonfahrer Taufe" und die Aufnahme in den "Ballonadelsstand". Alle Mitglieder wurden daher nach überliefertem Ritual mit Feuer und Spiritus Vini auf einen vom Piloten ausgesuchten Namen getauft und in den Adelsstand erhoben. Dies wurde jedem Gast mittels Urkunde mit Siegel und Unterschrift des Piloten dokumentiert.

Es wird niemanden interessieren, aber nur zur kompletten Dokumentation des Events der Wortlaut meiner Urkunde:

"...wird er nach Zunft und Ordnung der Ballonfahrer mit dem Titel Lufthoheit Kurt zur weinrebenreichenLandschaft in der Wachau in den Adelsstand erhoben!" Also wenn ich schon nicht bei den Briten in den Adelsstand gehoben werde, bei den Ballonfahrern habe ich es geschafft......"Glück ab - gut Land!"


(Kurt Tiroch)