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"Die wirtschaftliche Lage Österreichs" ein Vortrag mit Univ. Prof. Dr. Bernhard Felderer

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Der Vortrag von Univ. Prof. Dr. Bernhard Felderer am 25. Februar über die wirtschaftliche und steuerpolitische Lage in Österreich bildete zweifellos einen besonderen Höhepunkt im jährlichen Veranstaltungskalender unserer Gesellschaft und kam gerade zur rechten Zeit in der heftigen Diskussion um eine Steuerreform in Österreich.

Vor gesteckt vollem Haus in den Räumen der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik in der Stallburg zeichnete Prof. Felderer ein insgesamt düsteres Bild von der derzeitigen wirtschaftlichen Situation unseres Landes. Obwohl alle internationalen Indikatoren - ein niedriger Ölpreis, ein niedriges Zinsniveau, wirtschaftliche Gesundung in den Vereinigten Staaten, gute Wirtschaftsdaten im benachbarten Deutschland - eigentlich auch auf Österreich durchschlagen sollten, ist das Gegenteil der Fall. Alle relevanten Daten wie Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Schuldenproblematik, Staatsquote, Steuerbelastung, Investitionen etc. zeigen ein negatives Bild.

Hierzu kommt die derzeitige öffentliche Diskussion um die Steuerreform, hier vor allem um die Erfindung neuer Steuern, um eine Entlastung der sehr hohen Lohnabgaben zu finanzieren, schrecken viele Investoren ab und Österreich verliert zusehends seinen einstmals guten Platz innerhalb der OECD Länder. Bernhard Felderer bewies mit internationalen Statistiken eindeutig, dass Vermögenssteuern und sog. vermögensbezogene Steuern nicht nur wenig bringen würden, sondern auch besonders schwierig zu administrieren wären.
Die vielen eindrucksvollen und überzeugenden Graphiken, die Prof. Felderer in seiner power-point Präsentation zeigte, sollten auch die Politik und die öffentliche Meinung dahingehend beeinflussen, in Österreich endlich die dringendst notwendigen Strukturreformen in Angriff zu nehmen, mit welchen sich eine sinnvolle und effektive Steuerreform ohne weiteres finanzieren ließe.

Die nachfolgende Diskussion war wie immer angeregt und durch fachgerechte Kommentare und Fragen gekennzeichnet.

Unsere Gesellschaft ist an diesem Abend ihrem Motto "ABS goes intellectual" treu geblieben, und der Vortrag schloss vorläufig eine Reihe hochkarätiger Vorträge verschiedenster Prägung ab. Die Mitglieder können sich bis zum Sommer weiterhin auf ein reichhaltiges Programm für jeden Geschmack freuen.

Christiani